Bonn Hauptbahnhof (HBF)

es gibt am Hauptbahnhof Bonn zwei Großbaustellen; einmal innerhalb des Bahnhofs
bzw. auf den Bahnsteigen, zum Zweiten auf dem Bahnhofsvorplatz. Die Baustelle
auf dem Bahnhofsvorplatz tangiert aber wesentlich die Tunnelebene, und zwar:
Der Tunneldurchgang zwischen Südtunnel mit seinen Treppenanlagen und den
Treppen- und aufzugsanlagen im Nordtunnel ist bis mindestens Ende 2018 gesperrt.
Zugänge zu den Tunneln gibt es nur noch über das „Bonner Loch“ und über die
Treppe von der Quantiusstraßezum Nordtunnel mit Treppen und Aufzügen zu den
Bahnsteigen und vom Zentralen Omnibusbahnhof sowie von der Quantiusstraße über
die barrierefreien Rampenzugänge in den Südtunnel.
Die Bahnsteige sind ebenfalls bis mindestens Ende 2018/Anfang 2019 von
umfangreichen Renovierungsarbeiten betroffen. Im wesendlichen heißt dies, dass
der Bahnsteig von Gleis 1 gesperrt ist, es findet dort also kein Zugverkehr
statt. Der Gesamte Zugverkehr (außer S 23 und Ahrbahn) wird von Bahnsteig 2 mit
den Gleisen 2 und 3 abgewickelt. Das bedeutet, dass die Nahverkehrs- und
Fernzüge in Richtung Süden von Gleis 3, die Züge des Nah- und Fernverkehrs in
Richtung Norden von Gleis 2 abfahren. Durch diese Regelung kommt es auf dem
zugehörigen „Inselbahnsteig“ nicht selten zu sehr hohem Aufkommen von Reisenden
und hin und wieder gefährlichen Situationen durch die gegebene Enge.

Der Hauptbahnhof Bonn ist ein Durchgangsbahnhof; er ist in Nord-Süd-richtung ausgerichtet. Das Hauptgebäude liegt auf der dem Zentrum zugewandten östlichen Seite der Bahnsteigs- und Gleisanlagen. Die westliche Begrenzung bilden verschiedene Baukörper, darunter ein Intercityhotel und zur rückseitigen Straße Geschäfte im Erdgeschoss.

Den Haupteingang des Bahnhofs erreicht man vom Zentrum von der gerade auf den Bahnhof zulaufenden Poststraße kommend über den unmittelbar vor dem Bahnhof vorbei führenden stark befahrenen Cityring über eine Ampel mit Blindensignal. Zwei Schritte nach Überqueren des Cityrings ist der Haupteingang über eine breite Treppe mit sieben Stufen zu erreichen; es gibt keine Rampe für einen direkten barrierefreien Zugang in die Haupthalle. Dies ist nur über den etwa 50 – 60 m entfernten Südzugang auf der linken Seite des Bahnhofgebäudes und weiter nach rechts gehend über den Bahnsteig 1 möglich. Über eine parallel und südlich der Poststraße verlaufende Straße und einen ebenfalls mit Blindenampel gesicherten längeren Übergang über den Cityring kommt man auch unmittelbar zum Südeingang und zum Gleis 1.
Einen weiteren barrierefreien Zugang gibt es vom südlich des Bahnhofs gelegenen Zentralen Omnibusbahnhof aus über eine breite überdachte Rampe unmittelbar in die Tunnelebene, von wo aus die Zugänge zu den Bahnsteigen durch die südlichen und nördlichen Tunnel und die dortigen Treppenanlagen und die Zugänge über Treppen und rollstuhlgängige Laufbänder zu den Stadtbahnlinien Bonn Hbf (tief) zu erreichen sind; eine weitere breite barrierefreie Zugangsrampe gibt es an der Rückseite des Bahnhofes in den südlichen Tunnel. Am Ende des nördlichen Tunnels gibt es rechts an der westlichen Rückseite einen Treppenzugang zur hinter dem Bahnhof verlaufenden Straße, zum Intercityhotel und zu den Geschäften. Ansonsten sind die Tunnel der Ebene A lediglich über diverse Straßenzugänge per Treppen, teilweise mit Rolltreppen zu erreichen; vom Straßenniveau in die Tunnelebene A und weiter zu den Stadtbahngleisen gibt es keine Aufzüge; dieser Teil der Stadtbahntunnel war als atombombensichere Luftschutzräume vorgesehen. Rolltreppen und Aufzüge im Bahnhofsbereich sind altersbedingt zeitweise außer Betrieb.

Ausgehend vom Gleis 1 unmittelbar am Bahnhofsgebäude folgen sowohl im Nord- als auch im Südtunnel in östlicherRichtung die Zugänge zu den Gleisen 2 und 3, die einen gemeinsamen Bahnsteig haben. Weiter in östlicher Richtung liegen die Treppenaufgänge zu den Einzelbahnsteigen für die Gleise 4 und 5. Die Treppen zu den Bahnsteigen und Gleisen gehen überwiegend rechts und links sowohl im Nord- als auch im Südtunnel aufwärts. Die Bahnsteigabschnitte A – E für die Wagenstände zählen auf allen Bahnsteigen von Norden nach Süden.

Auf den Gleisen 1 und 3 wird sowohl der Nah- als auch der Fernverkehr in Nord- bzw. Südrichtung abgewickelt. Gleis 2 ist Endstelle für die Ahrbahn aus Richtung Ahrbrück/Remagen; der ICE nach und von Berlin-Ostbahnhof verkehrt ebenfalls von Gleis 2.

Alle fünf Gleise sind vom Nordtunnel sowohl über Rolltreppen als auch mit nicht immer betriebsbereiten Aufzügen zu erreichen; Gleis 1 ist auch vom Südtunnel über eine Rolltreppe zugänglich; Die anderen Gleise haben vom Südtunnel aus nur Treppenaufgänge.
Die Bahnsteige für die Gleise 1, 2/3 werden durch eine Hallenkonstruktion größtenteils überspannt; die Bahnsteige der Gleise 4 und 5 haben separate Überdachungen. Alle Bahnsteige haben die Normhöhe 76 cm. Bei den Fernverkehrszügen gibt es keinen stufenlosen Einstieg; für Rollstuhlnutzer stehen Hubplattformen bereit, die über den Mobilitätsservice der DB (01806-512512 0,20 Euro/Anruf aus dem dt. Festnetz) angefordert werden können. Die Nahverkehrszüge, die von den Gleisen 1 und 3 verkehren, haben größtenteils niveaugleiche Einstiege. Die Talent-traktionen der Ahrbahn (Abfahrt von Gleis 4) sind Niederflurfahrzeuge; hier ist beim Einstieg eine Stufe nach unten bzw. beim Ausstieg nach oben zu überwinden. Die S-Bahn der Linie 23 (Eifelbahn – Abfahrt Gleis 5) wird überwiegend mit neueren Vareo-Triebwagen befahren; hier ist der Ein- und Ausstieg niveaugleich möglich.

Wer die Haupthalle durch den Haupteingang erreicht, findet gleich rechts hinter den Pendeltüren einen kleinen Kiosk. Mitten in der Haupthalle steht der Infostand (0228-715390). Ebenfalls rechts befindet sich das Reisezentrum; hier gibt es einen Wartebereich mit wenigen Sitzgelegenheiten. Für die Schalterbedienung müssen rechts hinter der Tür des Reisezentrums Wartemarken gezogen werden; es gibt eine besondere Taste mit Rollstuhlsymbol für behinderte Besucher des Reisezentrums; sie ermöglicht eine bevorzugte Bedienung am Schalter 4; Serviceppersonal hilft Blinden oder Sehbehinderten; die Aufrufnummern werden lediglich nach akustischem Signal optisch angezeigt.

In der linken hinteren Ecke des Reisezentrums gibt es einen direkten Durchgang zum Bahnsteig an Gleis 1 in unmittelbarer Nähe des Treppenabgangs zum Nordtunnel. In der Nähe dieses Durchgangs ist am Kopfende des Reisezentrums das DB-Reisebüro.
In der Haupthalle links (Südtrakt) gibt es einen Buch- und Zeitungsladen sowie ein Schnellrestaurant und ein kleines Bistro mit Außengastronomie auf dem Bahnsteig 1 Im Durchgang zum Schnellrestaurant ist auf der rechten Gangseite ein Geldautomat der „Reisebank“. Ein weiterer Zugang zum Gleis 1 und den anderen Gleisen befindet sich gleich links vom Geldautomaten.

Eine Behindertentoilette gibt es in den Räumen der Bahnhofsmission, erreichbar während der Öffnungszeiten im Abschnitt A am Bahnsteig Gleis 1; der Abschnitt A befindet sich am nördlichen Teil des Bahnsteigs. Es ist zu empfehlen, sich am Infostand zu erkundigen; denn bei geschlossener Bahnhofsmission wird die Behindertentoilette durch einen Servicemitarbeiter geöffnet.

Zu den Taxistandorten nach Auskunft der Bonner Taxigenossenschaft (Tel.: 0228-555555):
Unmittelbar vor dem Hauptgebäude entlang des Cityrings sind nördlich des Treppenaufgangs zwei Taxistandplätze. Südlich des Treppenaufgangs stehen in der Regel bis zu fünf Taxen; dieser Taxistand ist am besten über den Südausgang von Gleis 1 stufenlos und dann etwas nach links gewendet erreichbar.
Auf der Rückseite des Bahnhofes, erreichbar durch den barrierefreien Rampenzugang vom Südtunnel aus und unmittelbar gegenüber nach Überquerung der Straße auf einem Zebrastreifen stehen bis zu vier Taxen.

Anmerkung:
Ab sofort und für längere Zeit werden am Bonner Hauptbahnhof Renovierungs- und umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt. Hiervon betroffen ist die denkmalgeschützte Bahnsteigüberdachung. Deshalb werden einzelne Zugabfahrten auf andere Gleise umgeleitet; die Durchsagen am Bahnsteig sind zu beachten.

Mobilitätseingeschränkten Reisenden ist zu empfehlen, die Taxen auf der Bahnhofsrückseite zu nutzen.“

Erläuterungen zu Bonn Hbf (tief – Stadtbahn)

Die Bahnsteige für die Stadtbahnlinien erreicht man unmittelbar durch die Zugänge über Treppen oder Rolltreppen vom Straßenniveau hinunter zur Ebene A. Kommt man von den Bahnsteigen über die südlichen Treppenanlagen in den Südtunnel, muss man in östlicher Richtung durch den Südtunnel bis zum nach links abgehenden langen Haupttunnel gehen. Man kann dann alternativ etwa im Winkel von 45 Grad über die barrierefreie Rampe zum Zentralen Omnibusbahnhof oder nach links durch den Haupttunnel der Ebene A (Verbindung zwischen dem Süd- und Nordtunnel mit diversen Läden und Imbissen) zu den Abgängen nach Bonn Hbf (tief), also zu den Bahnsteigen der Stadtbahnlinien gehen; man läuft genau auf die Treppen- und Laufbandanlage zu. Aus dem Nordtunnel aus östlicher Richtung von den Treppen zu den Bahnsteigen kommend liegen die Zugänge zu Bonn Hbf (tief) sozusagen am Ende des Nordtunnels links gegenüber dem langen Haupttunnel.

Der Bereich Bonn Hbf (tief) hat zwei Bahnsteige mit insgesamt vier Gleisen; auf Gleis 1 verkehren die Stadtbahnen von Bonn-Bad Godesberg nach Bonn-Tannenbusch, nach Köln über Wesseling und Köln über Brühl. Von Gleis 2 die Züge von Bonn-Tannenbusch und von Köln über Wesseling nach Bonn-Bad Godesberg und Endstation der Züge von Köln über Brühl. Von den Gleisen 3 und 4, die zwischen den Gleisen 1 und 2 liegen,. Verkehren die Stadtbahnlinien von Siegburg über Königswinter nach Bad Honnef und zurück.

Der Zugang aus dem Haupttunnel der Ebene A zu den Gleisen 1 und 3 erfolgt über die rechte Treppe bzw. das links daneben liegende Laufband; die Gleise 2 und vier werden über die linke Treppe und das rechts daneben liegende Laufband erreicht. Zwischen den Gleisen 3 und vier gibt es etwas in der Mitte der Bahnsteige einen durch Treppen nutzbaren Tunnel. Am nördlichen Ende der Stadtbahnbahnsteige befindet sich ein weiterer Ein- und Ausgang mit Treppen und Rolltreppen zum Straßenniveau; unmittelbar dort gibt es eine Haltestelle für Straßenbahnen und viele Buslinien. Von hier aus werden die meisten nördlichen, östlichen und südlichen Stadtbezirke sowie Nachbargemeinden erreicht.

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